Wirtschaft
Polizei durchsucht Zentrale von Starbucks Korea nach öffentlichem Aufschrei
Die Behörden ermitteln gegen Starbucks wegen einer Kampagne, die mit dem Jahrestag des Gwangju-Aufstands in Verbindung steht.

Die südkoreanische Polizei hat die Zentrale von Starbucks Korea im Süden von Seoul im Rahmen einer Untersuchung einer Marketingkampagne durchsucht. Diese Kampagne wurde aufgrund von Vorwürfen, dass sie den Gwangju-Aufstand verharmlost, der ein bedeutendes Ereignis der pro-demokratischen Bewegung des Landes in den 1980er Jahren ist, massiv kritisiert.
Die Durchsuchung fand am Dienstag statt, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Polizeiberichten hervorgeht. Ermittler durchsuchten die Zentrale des Unternehmens als Reaktion auf zahlreiche Beschwerden von Bürgern über die Unangemessenheit der Kampagne im historischen Kontext des Gwangju-Massakers.
Zusätzlich zur Zentrale haben südkoreanische Medien berichtet, dass die Polizei auch die Wohnungen von Personen durchsucht hat, die mit der Kaffeehauskette in Verbindung stehen, im Rahmen der laufenden Ermittlungen. Diese Maßnahmen deuten auf eine ernsthafte Prüfung der von Starbucks Korea verwendeten Marketingstrategien hin.

Starbucks Korea steht unter Beobachtung, da die 'Tank Day'-Aktion Empörung unter den Bürgern ausgelöst hat. Viele argumentieren, dass sie die Bedeutung der tragischen Ereignisse von 1980 in Gwangju, als Militärkräfte pro-demokratische Proteste unterdrückten und zahlreiche Todesfälle verursachten, herabmindert.
Bisher wurden von den Behörden keine weiteren Informationen zu den Einzelheiten der Untersuchung oder möglichen rechtlichen Folgen für Starbucks Korea veröffentlicht.