IT-Sicherheit
Neue Interrupt Injection-Attacke umgeht Spectre v2-Schutzmaßnahmen bei CPUs
Forscher des MIT haben eine neue Angriffsmethode identifiziert, die in der Lage ist, Spectre v2-Schutzmaßnahmen auf Intel- und AMD-Prozessoren zu umgehen, genannt INTERRUPT INJECTION.

Forscher des MIT CSAIL, Daniël Trujillo und Mengjia Yan, haben eine neue Angriffstechnik mit dem Namen INTERRUPT INJECTION vorgestellt, die Schwachstellen in Intel- und AMD-CPUs ausnutzen kann. Diese Technik ermöglicht es einem unprivilegierten Linux-Programm, einen Hardware-Interrupt so zu timen, dass er zu einem kritischen Zeitpunkt auftritt und somit den Branch-Predictor nach der Ausführung der Spectre v2-Mitigationen erneut vergiftet.
Der Angriff ist auf einer AMD Zen 2-Maschine mit Linux-Version 6.14 durchführbar und zeigt, dass die neue Methode bestehende Verteidigungsmechanismen erfolgreich umgehen kann. Diese Fähigkeit weist auf potenzielle Sicherheitslücken in den aktuellen Mitigationsstrategien für Spectre v2-Schwachstellen hin.
Dieses Ergebnis stellt die Wirksamkeit der gegenwärtigen Schutzmaßnahmen gegen Spectre v2 in Frage und weckt Bedenken hinsichtlich der Vergiftung von Branch-Predictoren und der allgemeinen Sicherheit der betroffenen Prozessoren.